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2003-09-20

Grussworte zum 25. Jahrgang der WIK

Otto Schily, Bundesminister des Innern:
"Seit einem Vierteljahrhundert begleitet die WIK Wirtschaftsunternehmen bei deren Bemühen, Entwicklung, Produktion und Vertrieb ihrer Waren und Dienstleistungen vor den vielfältigen Sicherheitsrisiken zu schützen. Regelmäßig publiziert die WIK aktuelle Lagebeurteilungen, schildert und bewertet die Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich Unternehmensschutz, bietet Hintergrundwissen zur Sicherungstechnik und ist gleichzeitig Verbandszeitschrift der ASW.
Die in der WIK behandelten Themen stehen mit den Aufgaben des Bundesministeriums des Innern in einem engen Zusammenhang. Die deutsche Innenpolitik ist auf die Wahrung der Sicherheit und Freiheit des einzelnen Bürgers und der Unternehmen in gleicher Weise gerichtet. Für Erfolge unternehmerischer Tätigkeit bedarf es gerade heute eines sicheren und geschützten Umfeldes. Es liegt somit im gemeinsamen Interesse von Staat und Wirtschaft, dass deutsche Unternehmen frühzeitig Kenntnis über gefährdungsrelevante Sachverhalte durch die Sicherheitsbehörden des Bundes erlangen.
Wenn es darum geht, Wirtschaft und deutsche Unternehmen vor Kriminalität, Terrorismus, Spionage und Willkür fremder Staaten zu schützen, ist zweifellos der Staat gefordert. Dieser Aufgabe widmet sich das Bundesinnenministerium intensiv.
Durch die erfolgten Änderungen des Bewachungsgewerberechts, die mein Haus gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit erarbeitet hat, werden für alle privaten Sicherheitsdienste höhere Qualifikationsstandards des Wachpersonals verbindlich vorgeschrieben. Hervorzuheben ist dabei besonders die Einführung einer Sachkundeprüfung.
Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste, die in besonders gefährdeten Objekten eingesetzt werden sollen, können jetzt anhand einer Abfrage des nachrichtendienstlichen Informationssystems überprüft werden. Unternehmen, die private Sicherheitskräfte in sabotageempfindlichen Bereichen einsetzen wollen, erhalten so eine größere Sicherheit, dass von diesen Wachpersonen keine Gefahr ausgeht. Im Bereich des vorbeugenden personellen Sabotageschutzes sind im Sicherheitsüberprüfungsgesetz, ergänzt durch die am 9. August 2003 in Kraft getretene Sicherheitsüberprüfungsfeststellungsverordnung, erstmals Vorschriften geschaffen worden, die eine Überprüfung all derjenigen Personen ermöglichen, die innerhalb von lebens- oder verteidigungswichtigen Einrichtungen in besonders sensiblen Stellen tätig sind oder werden sollen. Diese neue Überprüfungsmöglichkeit entspricht in besonderem Maße auch dem Interesse der Wirtschaft.
Neben dem Staat sind aber auch die Unternehmen und ihre Verbände selbst gefordert, Risiken zu erkennen, geeignete Maßnahmen des Selbstschutzes zu ergreifen und bestehende zu verbessern. So stellen beispielsweise im Bereich der Wirtschaftskriminalität innerbetriebliche Präventionskonzepte Instrumente dar, die Schäden der Unternehmen stark verringern können, ohne dass es hierzu staatlicher Vorschriften bedarf.
Seit mehreren Jahren fungiert die WIK auch als Verbandszeitschrift für die ASW, deren Tätigkeiten ich sehr schätze. Die gegenwärtige aktuelle Situation erfordert einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch der Sicherheitsbehörden auf der einen und der Vertreter der deutschen Wirtschaft auf der anderen Seite. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, die begonnene vertrauensvolle gegenseitige Information zwischen Bundesregierung und Wirtschaft fortzusetzen und weiter zu intensivieren.
Die WIK begleitet seit dem ersten Jahr ihres Erscheinens sämtliche Fragen der Sicherheit der Wirtschaft gewissenhaft und mit informativen Beiträgen. Nutznießer dieser Publikation sind nicht nur Unternehmen, sondern auch Sicherheitsbehörden und damit auch das Bundesministerium des Innern. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit Aufgaben im Bereich der Sicherheit in der Wirtschaft beschäftigen, greifen immer wieder auf die Vielzahl sicherheitsrelevanter Berichte und Beiträge zurück und lassen Vorschläge, Ideen und Kritik in ihre Arbeit einfließen.
Daher wünsche ich mir, dass die WIK auch zukünftig ihre selbst gewählte Rolle als zuverlässige Informationsquelle für Unternehmen und sonstige Interessenten und als kritische Beobachterin in allen Fragen der Sicherheit in der Wirtschaft in bewährter Weise wahrnimmt."

Berthold Schweigler, ASW-Vorsitzender:
"In dem Vierteljahrhundert, in dem die angesehene Fachzeitschrift WIK 25 Jahre alt geworden ist, war die Sicherheit der Wirtschaft, für die sich die Zeitschrift ähnlich engagiert wie die ASW, starken Belastungen ausgesetzt. Das gilt für die allgemeine ebenso wie für die organisierte Kriminalität. Es gilt für die terroristische Gefahr und für die Bedrohungen global tätiger Unternehmen in Krisenregionen. 1978 ermittelte die Polizei in Deutschland insgesamt 5.519 Verdachtsfälle pro 100.000 Einwohner. 2002 waren es 7.893. Das ist ein Anstieg um 43%. In den 70er und in den 80er Jahren zog die terroristische RAF eine Blutspur durch Deutschland und ermordete angesehene Wirtschaftsführer wie den Vorstandsvorsitzenden der Dresdner Bank Jürgen Ponto, Hanns-Martin Schleyer mit seinen Begleitern, den Vorstandsvorsitzenden der MTU Dr. Zimmermann, das Siemens-Vorstandsmitglied Dr. Beckurts, den Vorstandssprecher der Deutschen Bank Dr. Herrhausen und schließlich den Vorsitzenden der Treuhand Dr. Rohwedder.
Seit dem 11. September 2001 wissen wir, dass es einen noch gefährlicheren Terrorismus gibt: den islamistischen Terrorismus, der junge Gläubige durch falsche Verheißungen zu fanatischen Selbstmordattentätern machen kann. Aber nicht nur die Bedrohungen sind in diesem Vierteljahrhundert angewachsen. Sicherheitstechnologien haben ungeahnte Innovationen entwickelt. Die Elektronik ist immer intelligenter, die Sensorik der Alarmanlagen und Videokameras immer sensibler geworden. Die digitale Übertragungs- und Speichertechnik hat die analoge abgelöst und die Auswertungsmöglichkeiten unermesslich erweitert. Neue Technologien wie die elektronische Informations- und Kommunikationstechnik mit den fast grenzenlosen Möglichkeiten des Internet oder die Biometrie haben die Sicherheitstechnik geradezu revolutioniert.
Die ASW, deren Vorläuferorganisation ebenfalls in die 70er Jahre zurückreicht, ist als gemeinnütziger Verein vor 10 Jahren gegründet worden, um die Sicherheitsinteressen der Wirtschaft auf nationaler Ebene gegenüber der Bundesregierung, den Sicherheitsbehörden des Bundes und anderen Stellen zu vertreten, für den notwendigen und rechtzeitigen Informationstransfer von den Sicherheitsbehörden hin zu den Mitgliedsverbänden der ASW und damit in die Unternehmen zu sorgen, an Gesetzgebungsvorhaben und anderen politischen Maßnahmen, die die Sicherheit der Wirtschaft betreffen, mitzuwirken und die Sicherheitsverantwortlichen der Unternehmen durch ein umfassendes und kontinuierliches Informationswesen und durch hochwertige Informationsveranstaltungen zu unterstützen. Die WIK hat die ASW dabei seither hervorragend begleitet und ihr geholfen, ihren satzungsgemäßen Auftrag wahr zu nehmen. Die WIK weist auf Veranstaltungen und Dokumentationen der ASW und ihrer Mitgliedsverbände hin, fördert die Sicherheit der Wirtschaft durch vielfältige Fachbeiträge und räumt in jeder Ausgabe dem Vorsitzenden der ASW die Möglichkeit ein, Anliegen und Appelle der ASW einer größeren Öffentlichkeit vorzutragen. Dafür sei ihr an dieser Stelle nachdrücklich gedankt, verbunden mit dem aufrichtigen Wunsch nach dauerhafter Fortsetzung der publizistischen Arbeit im Interesse der Sicherheit der Wirtschaft und mit der Bitte, weiterhin so erfolgreich mit der ASW zu kooperieren."

Rolf Wackerhagen, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen:
"Vorstand und Geschäftsführung des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen gratulieren der WIK - Zeitschrift für die Sicherheit der Wirtschaft, zu ihrem 25-jährigen Jubiläum. Die WIK hat sich durch ihre kompetenten und sachlichen Beiträge zur ganzen Themenpalette rund um die "Sicherheit" verdient gemacht. Sie hat damit auch einen Beitrag zur qualitativen Weiterentwicklung der gesamten Branche geleistet. Im Gründungsjahr lag der Schwerpunkt noch vor allem in Beiträgen zur betrieblichen Sicherheit. Die Fremdvergabe von Wach- und Sicherheitsaufgaben stand erst am Anfang, "Outsourcing" war ein Fremdwort. Unsere Branche steckte, obwohl auch schon über 75 Jahre alt, im Vergleich zu heute, am Anfang einer rasanten Entwicklung". 400 Wach- und Sicherheitsunternehmen beschäftigten damals 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielten einen Umsatz von umgerechnet 300 Mio. EUR.
Der seit Mitte der 80er Jahre immer mehr feststellbare Trend zur systematischen Fremdvergabe von Sicherheitsdienstleistungen spiegelte sich dann zunehmend auch in den Beiträgen der WIK wieder. Seit vielen Jahren sind fundierte Beiträge über das Sicherheitsgewerbe und alle es berührende Fragestellungen zum festen Bestandteil der WIK geworden. Die WIK ist zur Pflichtlektüre aller in der Sicherheit Tätigen geworden!
Aus unserer Sicht sind vor allem auch die WIK-Specials hervorzuheben. Sie widmen sich seit einigen Jahren regelmäßig den "Sicherheitsdienstleistungen" und den "Geld- und Wertdiensten". Die darin veröffentlichten Marktuntersuchungen sind vor allem auch für den Branchenkenner höchst interessant zu lesen und bieten häufig auch etwas überraschende (Selbst-)Auskünfte.
Anerkennung gilt vor allem auch dem früheren Chefredakteur und heutigem Herausgeber, Peter Hohl. Unter seiner Leitung ist in den letzten 25 Jahren der SecuMedia-Verlag zu einer festen Größe unter den Sicherheitsverlagen geworden. Der geschickte und erfolgreiche Unternehmer Peter Hohl hat seine Aktivitäten immer weiter ausgedehnt. Das Sicherheitsjahrbuch, das regelmäßig gemeinsam mit Daniel Beer, Schweiz, und Werner Sabitzer, Österreich, heraus gegeben wird, sucht seinesgleichen. Es ist ein umfassendes Kompendium für den Wissbegierigen zu allen Fragen der Sicherheit. Durch den wirtschaftlichen Erfolg der Zeitschrift ist es auch möglich geworden, die Redaktion durch den Einsatz weiterer sachkundiger Journalisten zu erweitern. Seit über 10 Jahren ist Horst Schärges verantwortlicher Redakteur. Die breit aufgestellte Redaktion ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit - auch in der Zukunft.
Besonders hervor getan hat sich die WIK auch mit der in zweijährigem Turnus durchgeführten WIK-Enquête zu Sicherheitsfragen. Sie bietet einmalig und erstmalig für unsere Branche nicht nur Einschätzungen unserer Kunden über unsere Leistungsfähigkeit, sie informiert auch über die dringendsten Bedürfnisse in Fragen der Sicherheit.
Die Zeitschrift WIK ist nicht nur für die Unternehmer, Geschäftsführer und leitenden Mitarbeiter unserer Branche ein unerlässlicher Begleiter geworden. Sie ist gerade für den BDWS - als dem Sprachrohr der Sicherheitsdienstleister - nicht nur eine Pflichtlektüre, sie ist ein Lesevergnügen. Alle uns und unser Gewerbe betreffenden Anliegen werden von den jeweiligen Autoren kompetent und unbestechlich bearbeitet. Die WIK ist ein konstruktiver und fairer Begleiter unserer Entwicklung geworden. In umfassenden Fachbeiträgen aber auch in kleinen Notizen wird alles Wissens- und Lesenswerte über unsere Branche vermittelt.
Die Geschäftsbeziehung zwischen dem BDWS und der WIK sind seit fünf Jahren besonders intensiv. Unser Verbandsorgan DSD-Der Sicherheitsdienst wird im SecuMedia-Verlag heraus gegeben. Peter Hohl war uns bei dessen Konzeption ein wertvoller Ratgeber. Der DSD, der andere redaktionelle Schwerpunkte setzt, und die WIK ergänzen sich meines Erachtens in hervorragender Weise. Der BDWS wünscht der nunmehr traditionsreichen WIK auch weiterhin viel Erfolg. Wir freuen uns auf eine weitere konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit."

Bernd Seibt, Vorsitzer des Fachverbandes Sicherheitssysteme im ZVEI:
"In einem der letzten WIK Specials fand man die Überschrift "Powerpack an Informationen" und genau das lieferten und liefern Sie mit einem hohen Anspruch an fachlicher Information über einen sehr langen Zeitraum. Ein vierteljahrhundert Fachinformation mit großer Qualität.
Der Fachverband Sicherheitssysteme im ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V.) gratuliert ganz herzlich zum 25. Jahrgang der Zeitschrift WIK.
Wissen ist heute mehr denn je ein Mosaik, das aus der Wechselwirkung zwischen Information und persönlicher Erfahrung entsteht.
Der zielgerichtete Zugriff auf Information ist unverzichtbar geworden und dafür nutzen wir natürlich alle auch die "WIK"
Wir wünschen dem gesamten WIK-Team für die nächsten Jahre weiterhin das richtige Händchen für die Auswahl und Aufbereitung der Themen rund um die Sicherheitstechnik und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit."

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