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2008-03-01

Fragen zur Zutrittskontrolle (10)

Was spricht für herstellerspezifische Lösungen in der Zutrittskontrolle und anderen betrieblichen Aufgaben mit Identifikationsanforderungen?

Alfred Dinkelborg, Leiter Produktmanagement, Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG, Münster:
Aufgrund der Vielzahl von Applikationen im Bereich RFID ist nicht erkennbar, dass ein bestimmter Frequenzbereich oder ein bestimmtes System marktbeherrschend wird. Im Gegenteil, es ist auch in diesem Bereich eine aus der technischen Weiterentwicklung resultierende Diversifizierung zu beobachten. Ein Kunde schränkt seine Flexibilität somit auch bei einem vermeintlichen Standardsystem ein und bindet sich auch dann an bestimmte Lieferanten. Hinzu kommt: Proprietäre Systeme bieten einen zweifachen Schutz gegen IT-Angriffe. Das kryptografische Verfahren ist per se sicher, zudem müssen keinerlei Schlüssel oder anlagenspezifische Merkmale gegenüber Dritten offengelegt werden. Als Fazit lässt sich ziehen: Eine proprietäre Lösung auf der Ebene der Hardware bietet Vorteile, ohne dass damit die Kompatibilität im Bereich der Software und die Flexibilität des Nutzers eingeschränkt werden. Das zeigt sich auch am vollelektronische Schließsystem "BlueChip". Der Nutzer kann gewohnte Schließabläufe beibehalten und bedient den Zylinder intuitiv. Mit einer Kartenlösung wäre dies nicht möglich. Multiapplikationsfähigkeit erzielen proprietäre Systeme durch eine Kombikarte, der Bluechip durch einen Kombischlüssel, wo ein weiterer Transponder eingebracht werden kann. Wird statt Multiapplikationsfähigkeit nur Multifunktionalität gefordert, genügt es, ein proprietäres System durch Schnittstellen zu Fremdsystemen zu ergänzen. www.winkhaus.de


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