Welche Anforderungen sind an ein Terminal unter ergonomischen Gesichtspunkten zu richten?
Ing. Robert Kostenzer, Produktmanager, GANTNER Electronic GmbH, Schruns(A):
Bei der Zeiterfassung wird die Ergonomie nur zu einem Teil durch Tasten und Display bestimmt. Viel mehr ist bedeutsam, dass sich das Terminal an die "Arbeitsweise" des Unternehmens anpassen lässt. In Betrieben mit klaren Schichtmodellen lässt sich durch eine zeitliche Vorwahl der Funktionen (Kommen, Gehen) eine einfache Bedienung realisieren. Es wird zum Beispiel 30 Minuten vor Schichtbeginn das Terminal automatisch auf "Kommen" gestellt. Zu Schichtbeginn wird für die Mitarbeiter, die das Gebäude verlassen, das Terminal für 30 Minuten auf "Gehen" gestellt. Somit kann jeder Mitarbeiter ohne Tastenbetätigung, einfach durch Annähern des Transponders an den Leser, die korrekte Buchung erstellen. In anderen Fällen ist es vielleicht komfortabler, wenn die Buchungsfunktion für weitere Kollegen automatisch als Widerholfunktion angeboten wird. Der erste wählt die Buchungsfunktion über eine Taste und erstellt seine Buchung. Alle weiteren können ohne Tastenbetätigung die gleiche Art von Zeitbuchung erstellen. In wieder anderen Fällen ist es sinnvoll, lediglich eine Art von Buchungen anzunehmen und das Zeiterfassungssystem eine automatische Reihenfolge von "Kommen"- und "Gehen"-Buchungen, abhängig vom Arbeitszeitmodell und/oder dem Anwesenheitsstatus, erzeugen zu lassen. Bei manchen Betrieben ist es eventuell auch sinnvoll, dass jede Buchung per Taste gewählt werden muss. Ist die für den Betrieb optimale Funktionalität sauber umgesetzt, sind über 90% der Buchungen bereits abgehandelt. Für den Rest, meist Abwesenheitsarten wie Dienstreisen, Schulungen, Krankheiten, Pflegefreistellungen und ähnliches, wird der Komfort für den Benutzer durch eine leicht verständliche Bedienung und die Auswahl im Klartext und durch Betätigung des Touchscreens geboten. Listen mit Buchungscodes, händische Beschriftungen oder Aufkleber auf oder neben dem Terminal sind somit nicht mehr notwendig. Zusätzliche Unterstützung gibt eine Farbgestaltung am Display: "Kommen"-Buchungen werden grün, "Gehen"-Buchungen in rot dargestellt. Ohne dass gelesen werden muss, ist jedem klar, was gebucht wird/wurde. Der Korrekturaufwand in der Personalabteilung sinkt drastisch.
Bei der Zutrittskontrolle müssen bei der Ergonomie teilweise Abstriche auf Grund der räumlichen und architektonischen Bedingungen in Kauf genommen werden. Die Breite von Lesern muss angepasst sein, sodass eine Montage auf Türprofilen möglich ist. Tasten sind somit nur in begrenzter Größe möglich. Die Schaffung von Komfort kann hier wiederum durch klare Signalisierungen in Form einer Ampel (rot/grün je nach Türzustand und Berechtigungsprüfung) erfolgen oder durch eine klare Signalisierung, wo der Datenträger hingehalten werden muss. Bei Tasten ermöglicht die Beleuchtung der Tasten, speziell bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen, die korrekte Bedienung und verhindert somit Fehlbedienungen.
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